Wenn Sie Ihre bevorzugte Karten-App öffnen und fragen: „Was ist mein aktueller Standort?“, erscheint fast augenblicklich ein blauer Punkt auf dem Bildschirm. Man könnte annehmen, dass dies lediglich die Arbeit von GPS-Satelliten ist, die die Erde umkreisen. Während GPS eine Rolle spielt, ist die Wi-Fi-Ortung der wahre Held der Stadtnavigation.
Die Grenzen von GPS
Das Global Positioning System (GPS) ist unglaublich genau, weist jedoch einen großen Fehler auf: Es erfordert eine direkte Sichtlinie zum Himmel. Wenn Sie sich in einem Einkaufszentrum, einer U-Bahn-Station oder umgeben von Wolkenkratzern befinden, können die schwachen Satellitensignale Ihr Telefon nicht erreichen. Wenn sich Ihr Telefon nur auf GPS verlassen würde, um Ihren meinen aktuellen Standort zu ermitteln, würden Sie in Innenräumen ständig Ihr Signal verlieren.
So funktioniert das Wi-Fi Positioning System (WPS).
Um das Problem in Innenräumen zu lösen, haben Technologieunternehmen das Wi-Fi Positioning System entwickelt. Auch wenn Sie nicht mit einem Wi-Fi-Netzwerk verbunden sind, sucht Ihr Telefon ständig nach den Namen (SSIDs) und MAC-Adressen von Routern in der Nähe.
Unternehmen wie Google und Apple haben Jahre damit verbracht, den Standort fast aller WLAN-Router auf der Welt zu kartieren (oft indem sie mit Kameraautos die Straße entlangfahren). Wenn Sie Ihr Telefon fragen: „Wie ist mein aktueller Standort?, schaut es sich die drei oder vier WLAN-Router an, die es um Sie herum sehen kann, überprüft deren bekannte Standorte in einer Datenbank und trianguliert Ihren genauen Standort.
Gemeinsam arbeiten
Moderne Smartphones nutzen den „High Accuracy Mode“, der beide Technologien nahtlos miteinander verbindet. Es nutzt WLAN, um eine schnelle Erstortung zu erhalten und Sie in Innenräumen zu verfolgen, und nutzt GPS, um Sie genau zu verfolgen, wenn Sie auf einer freien Autobahn fahren.
